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Begleitprogramm zur Fachtagung

Die Gäste aus Ägypten, Äthiopien und Mosambik besuchten die internationale Fachmesse für Schule und Ausbildung DIDACTA in Köln und wurden hierbei von Herrn Zeitter (BEGECA) betreut.  Weiterhin hatte Pater Rajoy SDB zweitägige Gespräche mit INWENT in Mannheim zur Planung der künftigen Zusammenarbeit mit dem ISDB in Maputo. Er besuchte danach UNEVOC in Bonn. In der internationalen UN-Fachstelle für Berufliche Bildung informierte er sich über Möglichkeiten der globalen Vernetzung und des fachlichen Austauschs. Ein Betriebsbesuch bei der Schreinerei Bayer und der Firma Kirschling Design  gaben ihm Einblick in das System der dualen Berufsbildung in Deutschland.

Projektbeispiel Argentinien

Neuquén, Argentinien: Qualifizierte Ausbilder für benachteiligte Auszubildende

Werkstattgespräche Berufsbildung

Ohne Ausbilder geht‘s nicht –

Herausforderungen für die kirchliche Entwicklungsarbeit

Fachtagung am 19.03.2010 im Don Bosco Zentrum, Sträßchensweg 3, 53113 Bonn

Berufliche Bildung ohne Ausbilder ist nicht möglich. Gute Gebäude und Werkstätten sind hilfreich aber nicht entscheidend, damit junge Menschen einen Beruf erlernen. Für die Qualität und den Erfolg der Ausbildung ist letztlich nicht die materielle, sondern die personelle Ausstattung ausschlaggebend.

Viele Ausbildungszentren und Berufsschulen in armen Ländern klagen über Mangel an geeignetem Lehrpersonal. Mehr noch: Es ist davon auszugehen, dass die Nachfrage nach beruflicher Bildung und damit nach Ausbildern in den nächsten Jahren stark anwachsen wird. Denn dank der besonderen Anstrengungen für das Millenniumsziel Bildung und „Education for All“ sind die Einschulungsraten in der Primar- und Sekundarbildung gestiegen, weshalb mehr Primar- und Sekundarschulabgänger eine berufliche Ausbildung suchen. Dabei gibt es in vielen Ländern keine explizite berufspädagogische Ausbildung. Oft ist es schwer, gute Lehrkräfte zu halten. Manche Einrichtungen haben sich damit beholfen, dass sie die benötigten Lehrkräfte aus ehemaligen Absolventen der eigenen Einrichtung rekrutieren. Andere nutzen Schullehrer, die das nötige Prüfungswissen zwar mit Kreide und Tafel vermitteln, denen aber der Praxisbezug fehlt. Doch wenn die Lehrkräfte die Anforderungen des lokalen Arbeitsmarktes zu wenig beachten, besteht die Gefahr, dass Absolventen keine Anstellung finden und der Eintritt ins Berufsleben misslingt. Bei Systemreformen der Berufsbildung werden die formale Qualifizierung von Lehrkräften und die Festlegung einheitlicher Qualifikationsniveaus inzwischen stärker beachtet. Doch wer bestimmt, was gute Berufsbildung und gute Erziehung ist? Wo und wie können die notwendigen Qualifikationen erworben werden? Und: Welchen Beitrag kann die kirchliche Berufsbildungsarbeit hier leisten?

Wir wollen beim Werkstattgespräch Berufsbildung am 19. März 2010 folgenden Leitfragen nachgehen:

Welche Lösungsansätze werden gesehen, um den Mangel an Ausbildungspersonal anzugehen? Wer finanziert die Ausbildung der Ausbilder? Was können kirchliche Einrichtungen zur Ausbilderqualifizierung beitragen? Was zeichnet einen guten Ausbilder aus? Wie kann qualifiziertes Personal im Ausbildungszentrum gehalten werden? Wie kann die Zusammenarbeit mit Unternehmen aussehen, um Lehrkräfte zu qualifizieren? Welche Herausforderungen ergeben sich für die Zukunft?

Programm

 ab 10 h           Stehkaffee und Registrierung

10.30 h           Jean Paul Muller SDB (Leiter Don Bosco Bonn) Begrüßung

10.45 h           Dom José Angel Rajoy SDB (Mosambik) Berufsschullehrerausbildung in Mosambik – Das Instituto Superior Don Bosco, Rückfragen und Diskussion

12.00 h           Thorsten Nilges (Misereor) Ausbilderqualifizierung – Erfahrungen von MISEREOR

12.15 h           Sebastiano Longhi (VIS, Äthiopien) EU-Fortbildungsprogramm für Techn. Lehrer an Don Bosco Berufsbildungszentren

12.30 h           Imbiss

13.15 h           Udo Bertrand, Evangelischer Entwicklungsdienst EED Was, wie und wo sollen junge Menschen lernen, damit Berufsbildung gelingt? – Ergebnisse einer Wirkungsstudie in Westafrika

13.45 h           Werner Schäfer (Deutschland) Partnerschaft des Berufsbildungswerks Waldwinkel zur Personalfortbildung in zwei Don Bosco Berufsschulen in Ghana

14.15 h           Kaffeepause

14.30 h            Rotierende offene Workshops (je 30 min)

Workshop 1: Auf welche Kompetenzen kommt es an? Wie diese vermitteln? Pater Dr. Ing. Bergamin (Ägypten), B. Schrempp (AGEH Facharbeitskreis Handwerk & Berufsbildung); Moderation: Th. Gerhards

Workshop 2: Praxisbeispiel Mosambik – ein Modell für andere Länder? Dom José Angel Rajoy (Mosambik), Moderation: N. Penedo

Workshop 3 : Neue Wege: Partnerschaften mit Unternehmen & Schulen zur Ausbilderqualifizierung Sebastiano Longhi (Äthiopien), W. Schäfer (Deutschland), Moderation: H.J. Dörrich

16.00 h           Offene Talkrunde „Ausbilder qualifizieren – der Beitrag der kirchlichen Entwicklungsarbeit“

16.30 h            Jean Paul Muller SDB Zusammenfassung und Ausblick

17.00 h           Ende

 

 

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